In diesen traurigen Tagen überfliegen meine Gedanken immer wieder die letzten 20 Monate. Keines der Jungen von Ulla und Edgar aus dem Jahr 2024 hat überlebt. Angefangen mit Supermini bis hin zu Frankie. Ich sehe noch Maxi (mit Hütchen) vor mir, wie sie sich fein im Hintergrund hielt, als ihre Brüder mit dem Kräftemessen begannen. Ich denke an den Tag des Aufbruchs in den Süden, als die Jungs noch kurz vorbeikamen, um sich von Edgar zu verabschieden. Gabo, der Abenteurer flog zwar in rasantem Tempo voraus, überquerte dann aber wundersamer Weise die Meerenge von Gibraltar Seite an Seite mit Frankie.
Gabo zog es immer weiter auf dem afrikanischen Kontinent, während Frankie zu unserer großen Freude erst noch eine Ansichtskarte aus Kenitra schickte. Maxi kehrte kurz vor der Meeresüberquerung um und entschied, in Südspanien zu bleiben - bald darauf mussten wir uns leider schon von ihr verabschieden. Was wurde nicht alles in Bewegung gesetzt, um sie zu finden - vergeblich. Ich denke an die große Erleichterung jedesmal, wenn Gabo und Frankie wieder ein Lebenszeichen sendeten und an die schreckliche Nachricht, als Gabo jäh durch Menschenhand aus dem Leben gerissen wurde. Alle Hoffnungen ruhten nun auf Frankie. Eine größere Freude als mit der Rückkehr nach KiZa hätte er uns nicht machen können. Wie viele emotionale Momente hat er uns damit geschenkt ! Dafür bin ich dankbar. Ich bin sicher, dass Frankie die Zeit in der Heimat sehr genossen hat. Das tröstet etwas. Lieber Frankie, Du warst ganz besonders liebenswert; zusammen mit Maxi und Gabo hast Du Dir für immer einen Platz in meinem und aller Herzen erobert